Weihnachtsfotoprojekt

Die Weihnachtszeit ist seltsam. Es ist die Zeit der Ruhe, der Besinnung und des Friedens. Und es ist die Zeit des Konsums, der Hektik und der erzwungenen Fröhlichkeit. Eigentlich ist es eine Zeit, die sehr deutlich die Zerrissenheit unserer Gesellschaft ausdrückt. Schon vor einigen Jahren kam mir die Idee für ein Fotoprojekt: Die Fotografie der leeren Stadt am heiligen Abend. Was wird man wohl vor die Linse bekommen? Menschenleere Straßen? Geschäfte mit Weihnachtsdeko, hell erleuchtet und an diesem Abend doch Tod? Die Ruhe einer Stadt, in der sich die Menschen am Weihnachtsbaum treffen?

Dieses schwarz-/weiß-Foto zeigt ein Auto- und Menschenleeres Parkhaus

Leeres Parkhaus

Und was ist mit den Menschen, die an diesem Tag noch „draussen“ sind. Einige werden wohl auch an Weihnachten arbeiten müssen, Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungsdienste, Sicherheitsdienste, Verkehrsbetriebe, Notdienste. Und auch diejenigen, die kein Zuhause haben, werden Weihnachten auf der Straße sein. Vielleicht auch ein paar Einsame, die ihre Einsamkeit heute, an dem Tag, wo sich überall die Menschen versammeln, nicht aushalten können. Ich weiß es nicht.

Und wie soll man das alles Fotografieren? Schwarz und Weiß und mit einem grobkörnigen Film vielleicht.

Die Idee finde ich faszinierend. Verwirklicht habe ich sie noch nie. Und auch das Menschenleere Parkhaus auf dem Symbolfoto ist nicht Weihnachten entstanden, aber immerhin in der Vorweihnachtszeit, in Mannheim, auf einem Ilford XP2-Kleinbildfilm.

Die Schönheit der dunkelen Pampa

Der ‚ländliche Raum‘. Manche sagen auch Pampa dazu. Gegenden, die mancherorts geprägt sind von der Landflucht der Jungen und dem demografischen Wandel. Es gibt viele Probleme auf dem Land, dennoch träumen nicht wenige Menschen vom Landleben (das meiner Meinung nach mancher doch etwas zu romantisch träumt).

Auch ich lebe, wie man der Kontaktseite entnehmen kann, auf dem Land. Was mir hier immer wieder auffällt ist die Ruhe, gerade nach dem Einbruch der Dunkelheit. Auch wenn ein Dorf natürlich nicht mit den berühmten „Lichtern der Stadt“ aufwarten kann, es gibt auf dem Land, auch Abseits der Touristen-Gegenden, schöne Motive. Es wäre sicher ein schönes Projekt, mit der Kamera durch die dunkelen Dörfer zu ziehen und zu fotografieren. Auch wenn es natürlich Zeit braucht. Zwei Bilder aus Winnigstedt habe ich schon mal für Euch:

Das Bild zeigt eine Straßenszene bei Nacht, man sieht mehrere Laternen und die Lichtspuren von Autos

Die Schöppenstedter Straße in Winnigstedt bei Nacht

Das Foto zeigt eine Straßenszene bei Nacht, ein einbiegendes Auto hat Lichtspuren hinterlassen.

Die Hauptstrasse in Winnigstedt zum Ende der „blauen Stunde“

Der Kompost – Eine Welt auf 2 Quadratmetern

Zu meinen Gartenexperimenten (siehe auch hier und hier) gehört auch ein Komposthaufen. Dieser ist ein faszinierender Ort voller Leben. Es tummeln sich eine Vielzahl von Insekten in und auf dem Kompost, manchmal kommen ein paar Vögel und auch ein paar Nacktschnecken (OK, auf letztere könnte ich verzichten, die haben fast den ganzen Salat weggefressen 🙁 ). Und mit einem Mikroskop könnte man vermutlich noch viel mehr faszinierendes entdecken.

Vor einiger Zeit habe ich, wahrscheinlich auf Phoenix, die Reportage „Das Kornfeld – Dschungel für einen Sommer“ gesehen.So etwas ähnliches könnte man auch aus einem Komposthaufen machen.

Meiner Meinung nach wäre so ein Kompost ein faszinierendes Objekt für ein kleines Fotoprojekt oder vielleicht sogar ein Filmprojekt. Es könnten Bilder entstehen, die schön und Lehrreich zu gleich sein könnten. Bilder, welche den faszinierenden Kreislauf des Lebens darstellen. Eine unheimlich spannende Idee. Schön wäre es natürlich, wenn solche Bilder dann auch „frei“ Verfügbar wären, z.B. unter einer Creativ Commons Lizenz.

Was meint Ihr so, wäre das spannend?

Ein Komposthaufen in einem quadratischen Holzverschlag

Komposthaufen

 

Magie des Sonnenlichts

Die Sonne, insbesondere ihr Auf- und Untergang, üben eine große Faszination auf viele Menschen aus. Vor einiger Zeit habe ich, mehr Zufällig als beabsichtigt, damit begonnen, Sonnenuntergänge (und seltener auch Sonnenaufgänge) zu fotografieren. Es sind viele schöne Bilder entstanden, eine kleine Auswahl der „Sonnenfotos“ findet ihr unten.

Seit einigen Monaten grübele ich über die Frage, ob und wie man diese Fotos im Internet präsentieren kann, vielleicht als eine Art vituelle Ausstellung (gibt es dafür eine brauchbare, freie Software?), mit einem Content-Mamagment-System oder vielleicht einfach als Blog (Eine Lösung, die im Moment mein Favorit ist). Und, interessiert sich überhaupt jemand dafür? Auch wenn ein Blog nicht so Aufwendig ist, ein wenig Arbeit macht es ja schon.

Auf der anderen Seite habe ich, insbesondere in und um Facebook, ein paar sehr freundliche Rückmeldungen zu den Bildern erhalten (was mich auch sehr gefreut hat und wofür ich mich auch herzlich bedanke).

Im Moment weiß ich noch nicht so recht, was ich machen möchte (das ich was machen möchte, das weiß ich eigentlich schon). Was meint denn Ihr? Wäre so ein Fotoblog mit Sonnen Auf- und Untergangsfotos eine schöne Idee? Wenn ihr mögt könnt ihr mir dazu ja was in den Kommentaren oder per Mail schreiben, würde mich freuen.

(Auf die Bilder kann man zum vergrößern draufklicken)

Fotoideen-Realisierung: Zwischen den Steinen der Werla-Pfalz

Der Himmelfahrtstag war wettertechnisch hier in der Gegend eher suboptimal, was uns aber nicht von einem kleinen Ausflug zur Werla-Pfalz abgehalten hat. Und dort gab es dann die Gelegenheit zu Fotos, die von zwei nerschiedenen Ideen hier inspieriert wurden (Idee 1 und Idee 2).

Das Bild zeigt eine Pflanze zwischen Steinen. Das Bild zeigt Pflanzen zwischen Steinen

Und dort auf der Werla habe ich auch durch eine Schautafel gelernt, das man die Pflanzen zwischen alten Gemäuern u.ä. auch als Ruderalvegetation bezeichnet und das diese Lebensräume für viele Pflanzen sehr wichtig ist. (Hoffentlich habe ich das so richtig verstanden….)

 

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