Pfingstwanderung 2015 – Eine Enttäuschung?

Nach der tollen Pfingstwanderung 2014 haben sich meine Frau und ich entschlossen, auch in diesem Jahr wieder eine Pfingstwanderung zu machen. Hierzu gab es schon im März einen Beitrag hier im Ideenblog. Am Pfingstwochenende haben wir diese Idee dann umgesetzt, zu Fuß ging es am Samstag von Winnigstedt nach Eitzum und am Sonntag dann weiter nach Semmenstedt.

Die Erlebnisse waren dieses mal aber leider durchwachsen. Auf der positiven Seite stehen zwei sehr schöne Wandertage, schöne Eindrücke und auch ein paar nette Begegnungen. Spannend fand ich auch die Büchertauschzelle in Barnstorf.

Leider gab es aber auch eine Sache, die richtige schlecht gelaufen war, die Buchung der Unterkunft in Semmenstedt hat leider trotz E-Mail-Verkehrs im Vorfeld nicht geklappt. Natürlich ist es jetzt nur schwer nachprüfbar, wo es schiefgelaufen ist, aber wir standen am Abend des Pfingstsonntags ohne Unterkunft in Semmenstedt und haben uns daher entschlossen, die Wanderung zu beenden und nach Winnigstedt zurück zu kehren. Dumm gelaufen.

Zusammenfassend denke ich heute, das  ich die Tour  so nicht noch einmal machen würde (daher gibt es hier auch keinen GPS-Track). Man muß sich bei solchen Touren hier in der Region aber auch ganz klar darauf einstellen, das die Touri-Infrastruktur nur rudimentär ausgebaut ist und einige Herbergen sich sehr stark auf Monteure spezialisiert haben und nicht auf Touris. Das war im letzten Jahr deutlich besser, da hat man schon gemerkt, das rund um den Fallstein und in Hornburg mehr Tourismus ist.

Eine Briefträgerin hat uns unterwegs gefragt, warum wir ausgerechnet hier und nicht in einem klassischen Wanderrevier unterwegs seien, das wäre doch viel schönen. Nun, auch wenn Schönheit im Auge des Betrachters liegt, ich finde, auch die Region hier ist schön und wir hatten so die Gelegenheit, einige neue Blicke auf die Heimat zu bekommen. Es hat sich gelohnt, trotz der Probleme. Nachfolgend gibt es noch eine kleine Galerie mit ein paar Bilderchen. Und natürlich hat es bei der Wanderung auch ein wenig Futter für den Fotoblog gegeben, das wird so nach und nach reinkommen.

Urlaub in der Heimat – 2015

Nach den schönen Erlebnissen im letzten Jahr (Idee und Bericht hier im Blog) wollen wir auch dieses Jahr eines der anstehenden langen Wochenenden für eine 3-Tages-Wanderung rund um Winnigstedt nutzen. Nachdem wir im letzten Jahr den Fallstein umwandert haben soll es diesmal eine Runde durch die Region zwischen Elm und Asse geben.

Von Winnigstedt aus soll es zunächst über Feldwege bis nach Eitzum gehen. Von dort dann am nächsten Tag durch die Eulenspiegel-Stadt Schöppenstedt nach Semmenstedt und von dort entlang der Strecke der ehemaligen Bahnlinie der Braunschweig-Schöninger Eisenbahn zurück nach Winnigstedt. Insgesamt etwa 35 km, das sollte an drei Tagen gut zu schaffen sein.

Im Gegensatz zum letzten Jahr werden die Wege wahrscheinlich nicht so gut ausgebaut sein, da es nun wirklich keine touristische Strecke ist.

Auf der folgenden Landkarte ist der in etwa geplante Weg zu sehen, wobei wir die „Feinplanung“ noch nicht gemacht haben.

 

Wir hoffen, das wir wieder drei schöne Tage erleben können und wieder nette Menschen treffen. Und dass das Wetter mitspielt.

Im letzten Jahr wurden wir auch angesprochen, ob wir pilgern würden. Ehrlich gesagt, ich sehe die Wanderung nicht als Pilgertour, da der spirituelle Aspekt fehlt. Es ist Urlaub, ein Urlaub, der halt nicht in der Fernse, sondern in der Heimat stattfindet.

Realisierung des Urlaubs in der Heimat

Vor einer kleinen Weile gab es hier im Ideenblog ja die Idee einer Wanderung in der Heimat. Am langen und auch ziemlich warmen Pfingstwochenende haben meine Frau Daniela (der ich sehr dankbar bin, das sie solche Sache mitmacht) und ich diese Idee realisiert.

In 3 Tagen sind wir ca. 40 Kilometer um und durch den Fallstein gewandert. Die erste Etappe führte uns von Winnigstedt über Mattierzoll durch das Große Bruch bis zur Fachwerkstatt Hornburg, wo wir in der „Alten Bäckerei“ (Haus Karin) übernachtet haben. Am Pfingstsonntag ging es dann (bei großer Hitze) durch den kleinen Fallstein bis zur Fallsteinklause bei Osterwieck, wo wir die zweite Nacht geschlafen haben. Am Pfingstmontag folgte dann die letzte Etappe: Über Hessen am Fallstein ging es wieder durch das große Bruch zurück nach Winnigstedt.

Es war eine sehr schöne und trotz der Hitze auch entspannende Zeit. Es war ein Stück weit aber auch eine Wanderung in die Vergangenheit. Immer wieder sind wir auf Orte gestoßen, an die ich Erinnerungen aus meiner Kindheit und Jugend hatte. Und wir sind auch immer wieder auf die Spuren der deutschen Teilung gestoßen. Auf die Spuren einer Grenze, die während meiner Kindheit schier unüberwindlich schien und die dann doch irgendwann hinweggefegt wurde.

Sehr schön waren auch die netten Begegnungen mit anderen Menschen, die wir während der Wanderung hatten.Einige Menschen haben uns gefragt, ob die große Hitze nicht sehr schlimm war. Nun ja, ein paar Grad weniger wären sicher nicht schlecht gewesen, aber Regen und Matsch wäre sicher schlimmer gewesen als die Hitze.

Insgesamt war es sehr schön und wir planen im Momement, noch einmal eine solche Wanderung zu machen.

Aus Gewichtsgründen hatte ich nur eine kleine Kompaktkamera mitgenommen (wir brauchten bei der Hitze ja viel Wasser….). Dennoch möchte ich Euch ein paar Aufnahmen zeigen.

Urlaub daheim

Urlaub ist etwas schönes und auch etwas notwendiges, um sich zu regenerieren und neue Kräfte zu schöpfen. Für viele Menschen gehört dazu auch eine Reise, bei der man den Alltag verlassen und neues entdecken kann. Hier fangen aber auch die Probleme, die insbesondere der Massentourismus mit sich bringt, an.
Wir möchten eines der „langen Wochenenenden“ in der nächsten Zeit für ein kleines Experiment nutzen: Eine dreitägige Wanderung in unserer Heimat, durch das Große Bruch und den Fallstein.

Für die Wanderung planen wir 3 Etappen: Zunächst soll uns der Weg  von Winnigstedt aus durch das Große Bruch über Mattierzoll nach Hornburg führen, von dort geht es am nächsten Tag weiter durch den kleinen Fallstein nach Osterwieck. Dort beginnt die 3. Etappe, die uns durch den Fallstein, durch den Ort Hessen und durch Mattierzoll zurück nach Winnigstedt. Die Stecke ist ca. 36 km lang, das sollte in 3 Tagesetappen gut zu bewältigen sein und es wird wohl auch genug Zeit für Pausen und kleine Abstecher sein. Und sicher auch zum fotografieren. Auf der folgenden Karte ist die geplante Route dargestellt:

Was wir von dieser Reise erwarten? Es ist sicher nicht das grosse Abenteuer in unberührter Natur, auch nicht die spirituelle Wanderung zu sich selbst. Es ist ein Experiment, ein Versuch, ohne viel Fahrstreß ein paar Tage rauszukommen. Daheim und doch weg zu sein. Schauen wir mal, wie es läuft. Trockenes Wetter wäre zumindest ganz nett.

Falls ihr die geplante Strecke in Eurer eigenen GPS-Software anschauen wollt, hier gibt es den mit QLandkarteGT erzeugten Pseude-Track der geplanten Strecke als .gpx-Datei zum Download.