Ein kleiner Rant zur Bundestagswahl…

Vorsicht, total subjektive Meinung!

In einer Woche ist es soweit: Wir dürfen wählen. In einer Demokratie zu leben und dieses Recht zu haben ist ein Privileg, welches nur eine Minderheit der Menschen auf diesem Planeten hat. Von daher sind mir Wahlen wichtig und ich werde auch wählen gehen. Dennoch, es gibt dieses Jahr ein paar Dinge, die ich echt sch… finde.

Zunächst mal ist es, das wohl eine rechtspopulistische Caos-Partei in den Bundestag kommt. Denke, ihr wißt welche ich meine. Nein, das ist nicht schön. Und ganz ehrlich, Leute die gegen Ausländer hetzen, Frauen zurück an den Herd schicken wollen, Homosexuelle diskrimieren und nach der Wehrpflicht und der „guten alten Zeit“ rufen möchte ich nicht im Bundestag haben. Aber gut, meine Meinung ist natürlich nicht das Maß der Dinge, und wenn sie gewählt werden, dann muß ich damit leben. Ehrlich gesagt, sie werden wahrscheinlich eh durch innerparteilichen Streit, Caos und Unfähigkeit gelähmt werden und außer einer Reihe von mehr oder minder Schwachsinnigen kleinen und großen Anfragen nichts hinkriegen, und dann werden sich ihre Wähler, deren Erwartungen diese „Alternative“ nicht erfüllen kann, sich von ihnen abwenden. Und dann wird es ihnen ergehen wie einst der Schill-Partei. Hoffentlich. Wobei leider dieses Gedankengut nicht mit den Parteien in der Versenkung verschwindet und wohl doch irgendwie zu Deutschland gehört.

Der nächste Punkt ist, das so oft  die durchsichtigen, plumpen und depperten Provokationen erfolg haben. Diese ekelhafte Eidbrecherin-Seite (Hinweis: Link über donotlink) oder der kurz vor der Wahl wiedergefundene „Stolz“ auf die Heldentaten der Wehrmachtssoldagen ist ein gutes Beispiel. Es sind bewusste Provokationen die vor allem Aufmerksamkeit erregen sollen. Eine Aufmerksamkeit, die die rechten Idioten brauchen wie die Luft zum atmen. Natürlich ist es richtig, das über diese Partei und ihre „Ideale“ berichtet wird. Nur, man sollte ihr keine Bühne geben und schon gar nicht über die Stöckchen springen, die sie hinhalten. Denn das hilft am Ende vor allem den Rechten.

Und der dritte Punkt ist, das die Ursachen für diesen Rechtsruck kaum eine Rolle spielen. Wir haben in Deutschland ein riesiges Problem mit der sozialen Ungerechtigkeit. Ein Problem, das heute so groß ist, das es Menschen gibt, die aus purer Angst vor der Zukunft diesen Rattenfängern folgen. Und ja, die Rechten schüren diese Angst, sie präsentieren die angeblich „Schuldigen“ und ganz einfache „Lösungen“. Und neben den „Lösungen“ versprechen sie auch, das sie die „Schuldigen“ bestrafen werden, sobald sie an der Macht sind. Natürlich ist das alles Quatsch, aber dieser Kurs ist erfolgreich. Auch, weil viele Menschen das Gefühl haben, das sich niemand mehr für sie und ihre Probleme interessiert. Und dort muss angesetzt werden.

Um es mal völlig zu überzeichnen, es ist sicher auch kein Weg, im SUV zum Biomarkt zu fahren, danach im Cafe zu fair gehandelten Heißgetränken über den Sinn von Unisex-Toiletten zu streiten und auf den Leiharbeiter, der sich im Discounter den billigen Tetrapak Wein kauft, nur von oben herab zu schauen, das er so einen „Dreck“ trinkt. Es ist eine Grundaufgabe der Politik, einen Ausgleich der verschiedenen Interessengruppen herbeizuführen. Nein, das ist nicht einfach, aber niemand hat gesasgt, das Politik ein einfaches Geschäft ist.

Bis zur Wahl wird nicht mehr viel passieren, es wird geschrieen und das Geschrei wird vor allem an Lautstärke und Schrillheit zunehmen. Doch danach wäre es schön, wenn es wieder etwas sachlicher und nüchterner im Bundestag zugehen würde. Meine Damen und Herren Abgeordneten, Ihre Aufgabe ist es nicht, Macht, Einfluß und Geld zu sichern und einen permanenten Wahlkampf zu führen. Ihre Aufgabe ist es, dieses Land zu regieren und die Probleme zu lösen. Sicher, wir müssen auch alle dabei helfen, aber es ist erst einmal ihr Job und Sie haben für diesen Job kandidiert und wurden gewählt. Also, machen Sie ihn!

Und auch die Internet-Gemeinde kriegt noch eine Ladung Fett ab: Das Internet wurde zur Kommunikation erfunden. Kommunikation ist, wenn man miteinander spricht, schreibt, was auch immer. Und es ist richtig Toll, wie einfach das ist. Bitte, nutzt es primär zur Kommunikation und nicht um Shitstorms, Haß, Beleidigungen und Drohungen zu verbreiten. Denn davon gibt es eh schin viel zu viel.

Soziale Gerechtigkeit und Rechtspopulismus

Sorry, es ist wieder eine Bleiwüste geeworden. Aber, ich mache mir Sorgen um Deutschland. Der politische Arm der rechten Deppen sitzt in diversen Landtagen, die rechten marschieren wieder offen auf Deutschlands Straßen und es ergißt sich ein Strom von wirklich abartigem Hass- und Gewaltphantasien durch das Internet, durch Medien und durch unsere Gesellschaft. Warum?

Eine weitere spannende Frage: Warum sind die rechten Idioten gerade in den „neuen“ Bundesländern so erfolgreich? In Dresden gehören ihnen (fast) die Straßen während sie andernorts nicht genügend Menschen für eine Demo zusammenbekommen.

Es sind gute Fragen, und ich weiß auch keine allumfassende Antwort. Nur, es gibt Dinge, die Fallen auf. Die soziale Kluft zwischen Arm und Reich ist in vielen Gebieten in den neuen Ländern größer als im Westen, es gibt viele Arme, verzweifelte Menschen.  Viele Menschen sind heute nur als Aushilfen, als Leiharbeiter, in irgendwelchen „Maßnahmen“ oder „Scheinselbstständig“ beschäftigt. Menschen, die trotz Arbeit arm und verzweifelt sind. Und leider gibt es so etwas auch in vielen Gewerbezweigen. Und  gerade der Tourismus, der ja von Menschen aus dem Ausland lebt und in einigen Bundesländern mit großen Wahlerfolgen der Rechtspopulisten eine der wesentlichen wirtschaftlichen Säulen ist, ist ein notorisches Problemgebiet für „sichere Arbeitsplätze“.

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, es gibt in Deutschland, egal ob in Ost oder West, zuviele arme Menschen. Zuviele Menschen, die auch schon in einer Kultur der Armut leben. Ohne Geld, ohne Perspektive und ohne Hoffnung. Die Rechtspopulisten bieten Ihnen etwas, um ihre Situation erträglicher zu machen. Einfache Lösungen, Schuldige, Versprechungen und das Gefühl, es „denen da oben“ mal so richtig zeigen zu können. Die wenigsten der Wählerinnen und Wähler dieser Rechtspopulisten machen sich wirklich die krude Ideologie dieser Parteien zu eigen, sie wählen sie einfach nur, weil sie auf den Putz hauen, Erklärungen für alle Probleme haben und gegen die (gefühlt) Schuldigen wettern. Für die Zukunft werden wohl viele der armen Menschen in diesem Land ohnehin so schwarz sehen, das sie keine Gedanken daran verschwenden, was diese Rechten aus Deutschland machen würden, wenn sie wirklich an die Macht kämen.

Und während die „Linken“ noch diskutieren, ob man Toiletten nach Männern und Frauen aufteilen sollte, muß oder darf haben die Rechten schon eine Universalantwort auf alle Probleme: „Merkel muß weg !!1!!“. Das ist schön einfach und für jeden Verständlich, ohne Grundsatzdiskussionen in epischer Breite und häufig ohne wirkliche Ergebnisse für die Probleme der armen Menschen. Wer nicht weiß, wie er im letzten Drittel des Monats das Klopapier bezahlen kann interessiert sich selten für Unisex-Toiletten in der Stadtbibliothek.

Die Erfolge der Rechtspopulistischen haben viele Ursachen, aber eine davon ist halt auch die soziale Ungerechtigkeit in diesem Land. Und wenn wir diese Beseitigen könnten, dann wäre auch die Chance, das die Rechten wieder in die Geschichtsbücher verschwinden, wo sie hingehören, ganz gut. Daher wäre es schön, wenn die demokratischen Parteien in Deutschland sich endlich mal intensiv um das Thema „soziale Gerechtigkeit“ in Deutschland kümmern würden und nicht einfach nur versuchen, durch eine Übernahme von Parolen am rechten Rand zu wildern. Ja, soziale Gerechtigkeit ist ein schwieriges, anstrengendes Thema und ich kenne auch keine Patentlösung. Und es ist natürlich auch richtig, das wir damit nur die „Mitläufer“ und nicht die wirklichen Hardcore-Rechten erreichen kommen. Dennoch, wir sollten dieses Thema angehen, bevor andere uns die Chance dazu nehmen und ein Deutschland erschaffen, in dem Angst und Hass regieren und die Gerechtigkeit keine Rolle mehr spielt.

Warum die Trölle nicht freie Hand haben dürfen….

Trölle  gehören seit den Anfangszeiten zum Internet wie das Salz zum Frühstücksei oder zur Suppe. Derzeit sind in den sozialen Netzen und auch in anderen Vierteln des Internets insbesondere politisch motivierte Trölle aus der rechten Ecke unterwegs. Sie sind sicher nicht die Mehrheit und schon gar nicht das Sprachrohr der schweigenden Mehrheit, aber sie sind laut und nervig.

Es wundert mich immer wieder, wie wenig diesen Tröllen einhalt geboten wird. Gut, sie bringen sicher Traffic und auch Klickraten bei Werbeanzeigen, aber sie sind auch eine große Gefahr. Sie stören, sie nerven, sie beleidigen. Und es ist schwer, sich alleine gegen sie zu wehren. Dort, wo die Trölle sich ungestört ausbreiten können ziehen sie weitere Trölle an. Ihre Aktionen und Beleidigungen werden störender, heftiger und beleidigender. Und die Nicht-Trölle, die Vernünftigen, die Otto-Normal-Internetnutzer, werden sich über kurz oder lang zurückziehen. Aus dem ganzen Internet oder an Orte im Internet, wo man die Trölle nicht duldet.

Eigentlich sind Trölle ein bekanntes Problem im Internet und eigentlich sollte jeder Betreiber eines sozialen Netzwerks, eines Blogs, eines Forums oder eines vergleichbaren Angebots auch wissen, das man die Trölle kontrollieren muß, bevor sie einen kontrollieren. Eigentlich. Doch zu meiner großen Verwunderung scheinen gerade die Verantwortlichen für das größte soziale Netzwerk der Welt das Problem nicht so erkennen. Rechtsradikaler, menschenfeindlicher Dreck ergießt sich durch die Kommentare und Nutzerseiten. Es wird beleidigt, beschimpft, verleumdet und bedroht, was das Zeug hält. Und Verstöße gegen die „Gemeinschaftsstandards“ sind angeblich kaum vorhanden. Kurzfristig mag es funktionieren, das die Trölle die Mitgliederzahlen und den Umsatz steigen, langfristig werden sie aber das Netzwerk zertrollen und ruinieren, wenn man ihnen freie Hand lässt. Ja, Freiheit bedeutet manchmal auch die Freiheit, ein Projekt, ein Unternehmen oder etwas anderes auf dumme weise zu ruinieren. Wobei ich hoffe, das es nicht soweit kommt….

Handwagen

Es ist ein Samstag wie so vieler, Morgens ein wenig aufräumen, Hausarbeit und dann Eine auf der Seite liegende Schubkarre als Symbolfotokochen. Und zwischendurch bemerkt man, wieviele Glasflaschen und anderer Kram, der in einen der Recycling-Container gehört, angesammelt hat. Für die meisten von uns ist das dann eine einfache Sache, Kofferraum auf, Kram einladen, losfahren. Und schon nach ein paar Ecken steht er, der Container. Mit ein wenig Glück gibt es sogar einen Parkplatz…

Warum eigentlich mit dem Auto? Klar, tragen ist schlecht, dafür ist es zuviel, aber für die wenigen hundert Meter das Auto anwerfen? Auch nicht so das gelbe vom Ei.

Das ist der Moment, an dem ich froh bin, das wir eine Schubkarre haben. Drauf den ganzen Kram und dann wird losgeschoben, 5 Minuten sind es bis zum Container, abladen und wieder zurück. Dauert auch nicht länger als mit dem Auto, macht aber mehr Spaß. Ich glaube, wir nehmen manchmal viel zu selbstständig das Auto, auch weil wir die Alternativen nicht sehen,…

Ein etwas anderer Ego-Shooter

Im Moment nehmen wohl die Bleiwüsten hier im Blog überhand, sorry das es heute schon wieder eine gibt.

Es ist eine ganz sponntane Idee, die mir heute Nacht gekommen ist. Und es ist eine Idee, welche ich selbst sicher nie verwirklichen kann. Die meisten von Euch werden ja das Konzept des Ego-Shooters kennen. Die Idee ist, einen etwas anderen Ego-Shooter zu machen. Die handelnde Person ist Pressefotograf und als solche natürlich auch nur mit einer Kamera „bewaffnet“. Die Aufgabe ist es, spannende Fotos von einer Demo zu machen. Dafür kann sich der Fotograf nun ins Getümmel stürzen und fotografieren. Und auf der Demo gibt es jetzt das übliche: Polizei, friedliche Demonstranten, Gegendemonstranten, Gewaltbereite Idioten, Fahnen, Transparente und im Umfeld der Gewaltbereiten auch Steine, Wasserwerfer und Tränengas. Und hier soll man nun möglichst spannende Fotos machen, ohne irgendwas „abzukriegen“.

Ich fände so ein Spiel mal ganz spannend. Weiß zufällig jemand, ob es sowas schon gibt?