Softwareempfehlung 2

In der letzten Woche hat der Verkauf des Messengers WhatsApp an Facebook für viele Diskussionen im Netz geführt und viele Menschen haben sich nach einer Alternative umgesehen. Auf der Seite zur Softwareempfehlung ist ja unter Kommuniaktion schon der Messanger XMPP/Jabber aufgeführt (persönlich bevorzuge ich noch den alten Namen Jabber), der meiner Meinung nach derzeit der beste freie Messenger ist und durch die dezentrale Struktur, mit der weitere Server aufgebaut werden können, doch einige Vorteile gegenüber einem einzelnen Server, dessen Betreiber halt auch mal verkauft werden kann, bietet. Daneben ist es ein offenes System und sowohl Clients als auch Server sind als Open Source erhältlich, von vielen Clients wird auch eine Verschlüsselung der Nachricht unterstützt. Die Multimedia-Funktionen sind allerdings (noch) nicht ganz so gut wie bei WhatsApp (Infos zu Jabber gibt es z.B. hier, hier oder hier).

Im Gegensatz zu anderen Messengern, bei denen die Client-Applikation durch den Betreiber festgelegt wird, hat man bei Jabber die Qual der Wahl. Folgende Clients nutze ich in mehr oder weniger großem Umfang, den besten da auszusuchen ist schwierig und auch irgendwie Geschmackssache:

Und es gibt auch noch viele weitere Clients so das sicher jeder Mensch sein/ihr Lieblingsprogramm finden kann.

Eine kleine Pflanzschale

Eine mit Erde gefüllte kleine Schokoladen-Blechdose mit Kresse

Kleine Pflanzschalendose mit Kresse

Gartenkresse. Ein leckeres und sehr schnell wachsendes Küchenkraut, welches auch nur geringe Anforderungen an seine Umgebung stellt. Die Kresse kann auch auf Küchenpapier gezogen werden, in „richtiger“ Erde schmeckt sie meiner Meinung nach aber besser.

Statt einen Blumentopf habe ich diesmal eine kleine Blechdose verwendet, wie sie manchmal für Bonbos oder Schokolade (dies war eine für Schokolade) benutzt werden. Einfach (natürlich nach dem verbrauch des ursprünglichen Inhalts) ein wenig Erde rein, dann die Samen drauf, nicht zu viel gießen und in die Fensterbank stellen. Schon nach 4 Tagen war es Zeit zur Ernte.

Klar, viel kriegt man aus so einem Döschen nicht raus, aber für aufs Brot reicht es schon. Und es geht schnell, einfach und mit wenig Aufwand. Kinderleicht. Und das Döschen kriegt noch eine kleine Gnadenfrist, bevor es zum Recycling geht.

Kommen die Cyborgs?

Durch einen kleinen Artikel in der aktuellen Ausgabe 1/2014 der c’t-Hacks bin ich auf den Verein Cyborgs in Berlin gestossen. Ein Verein, der u.a. Prothesen, Implantete und Devices hacken und Hilfsmittel und Gadgets aus Standard-Hardware selbst bauen möchte. Aber auch für die Rechte von Cyborgs eintreten und das Bild über Cyborgs korrigieren möchte (s. Mission Statement).

Brille, die auf einem Holztisch liegt

Eigentlich auch eine technische Erweiterung meines Körpers

Hm, ist ein solcher Verein, ein solches Projekt, nun sinnvoll oder nur eine Spielerei von Technik-Freaks? Ich weiß es nicht. Sicher, die Medizintechnik und die Fähigkeit, Körperfunktionen durch Technik zu ersetzen oder zu verstärken, ist für viele Menschen ein Segen und hat unzählige Menschenleben gerettet. Und irgendwie ist ja auch meine Brille eine technische Ergänzung meines Körpers.

Wobei es auf diesem Planeten auch sehr viele Menschen gibt, die schlicht kein Geld für notwendige Brillen, Prothesen und ähnliches haben. Wie kann man diese Menschen mit dem notwendigen Versorgen?

Und wie sieht es mit den Risiken und Nebenwirkungen aus? Wollen wir uns wirklich mit der Technik vereinigen? Und was ist mit Menschen, die eine technische „Erweiterung“ ihres Körpers nicht möchten? Wird so etwas in einer Welt voller Cyborgs akzeptiert? Oder steuern wir auf eine Welt zu, in der der menschliche Körper eine Maschine ist, die man bei Bedarf mit Ersatzteilen versorgt?

Die Verschmelzung von Technik und Mensch ist schon ein wichtiges Thema, und daher ist eine gesellschaftliche Diskussion darüber sinnvoll. Daher ist es meiner Meinung nach auch gut, wenn man sich innerhalb der Technik-Szene damit beschäftigt und das Thema nicht nur der Industrie und der Politik überlassen wird.

Dennoch ist es nicht nur wichtig, was man machen kann sondern auch, was man besser bleiben lässt. Und die Technik ist mit Sicherheit auch keine Lösung für gesellschaftliche Probleme, z.B. die in Deutschland immer noch mangelhafte Inkulsion von Menschen mit Behinderungen. Die Technik ist für den Menschen da, nicht umgekehrt.

Links:

Der Fußballergebniszufallsgenerator

Es steht ja mal wieder ein großes Ereignis vor der Tür: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Und wie bei jeder Weltmeisterschaft in dieser Sportart mutieren wir Deutschen wieder zu einem Volk von 60 Millionen potentiellen Bundestrainern.

Man kann den Fußball mögen oder auch nicht, es ist kurz vor, während und kurz nach der WM schwierig, dem Fußball zu entgehen. Und in vielen Betrieben, Gruppen, Gemeinschaften und anderen Zusammenschlüssen von Menschen gehören auch Tippspiele zum üblichen Ritual bei einer WM oder EM.

Aber, was macht ein Mensch, der sich nun gar nicht für diesen Sport interessiert? Würfeln wäre eine Möglichkeit, aber 6 Tore sind in einem Spiel doch sehr selten. Vor der letzten EM kam mir die Idee, das Problem mit einem kleinen Zufallszahlengenerator zu lösen. Ein paar Zeilchen Pascal, und schon war ein kleiner Generator für Spielergebnisse fertig. OK, Kommandozeile ist nicht so ganz Up-to-date, wie es auf Neuhochdeutsch so schön heißt, aber es funktioniert. Das Progrämmchen wurde inzwischen ein wenig weiterentwickelt, ein paar Ostereier wurden versteckt und es wurde für Linux, Windows und auch für den Exoten Haiku kompiliert und ist jetzt im Ideenlager zu finden. Die Bedienung ist eigentlich einfach, die Version für das jeweilige Betriebssystem unter bin_exe auswählen und starten, normalerweise unter der Kommandozeile, Windows startet die Kommandozeile nach einem Doppelklick, und dann die Anweisungen des Programms befolgen. Und schon hat man ein paar Spielergebnisse die vielleicht sogar passen.

Screenshot vom Zufallsgenerator für Spielergebnisse

Screenshot vom Zufallsgenerator

Den Zufallszahlengenerator findet ihr hier im Ideenlager. Das Progrämmchen steht, falls es jemand irgendwie weiterverwenden möchte, unter der GPL-kompatiblen Deutschen Freien Software Lizenz. Die ist ein wenig exotisch und heute würde ich vielleicht auch was anderes machen, aber damals fand ich die Idee einer deutschen Open-Source-Lizenz ganz spannend. Wer Fragen oder so zu dem Progrämmchen hat kann sich natürlich gerne an mich wenden oder die Kommentarfunktion nutzen.

Winnigstedt unter dem Sternenzelt

Winnigstedt unter dem Sternenzelt. Ein solches Foto könnt man vielleicht auf diesem kleine Feldweg machen. Wenn mal das Wetter passt und genug Zeit ist probiere ich das mal aus.