Brennessel-Seite

Kurzmitteilung

Ein kurzer Hinweis in eigener Sache: Da es hier in der letzten Zeit öfters Beiträge rund um Brennesseln gab habe ich dazu eine Seite mit ein paar Gedanken und Hintergrundinfos gemacht. Ich halte das für besser als den ganzen Kram in jedem Beitrag zu wiederholen.

Energie jenseits der Marsumlaufbahn – Warum ich die Verwendung von Solarzellen bei Rosetta toll finde

Über die Mission der Sonde Rosetta und ihres Landers Philae ist in den letzten Wochen sehr viel geschrieben und publiziert worden. Die Landung von Philae auf dem Kometen Tschurjumow-Gerassimenko war ein Höhepunkt eines Raumfahrtprojekts, welches 1994 begonnen hat. Bei dieser Mission wurde viel Neuland betreten, ein kleiner Teil davon war die Energieversorgung.

Das Bild zeigt eine Raumsonde, die mit 3 Füssen auf einem grauen Himmelskörper aufsetzt

Foto: DLR, CC-BY 3.0
Künstlerische Darstellung der Landung der Sonde Philae.Dieses Bild wurde vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) unter der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Quelle

Die Energieversorgung von Raumsonden ist auch heute immer noch problematisch. Bis zur Mission von Rosetta galt der Grundsatz, das Solarzellen zur Energieversorgung nur bis zur Marsumlaufbahn geeignet sind. Bei allen Missionen, die weiter hinaus in den Weltraum führten, wurden bisher Radionuklidbatterien verwendet (Radionuklidbatterien erzeugen durch radioaktiven Zerfall Wärme, diese wird in elektrische Enerige umgewandelt, es findet keine Kernspaltung statt). Hier ist die ESA bei Rosetta neue Wege gegangen und hat mit dem Tiefschlaf der Sonde während eines Teils ihres Flugs eine Lösung gefunden, trotz der großen Entfernung von der Sonne auf Solarzellen zu setzen. Es ist eine beeindruckende Demonstration, was möglich ist, wenn Menschen zusammenarbeiten und ihr Ideen kombinieren.

Natürlich gibt es heute Stimmen, welche die Missionsverantwortlichen, teilweise auch serh Scharf, dafür kritisieren, diese Lösung gewählt zu haben. Gerade nachdem die Landung von Philae nicht wie am Schnürchen geklappt hat und der Lander jetzt warten muß, bis er genügend Sonne für eine weitere Aktivitätsphase bekommt (wobei er die geplanten Experimente offensichtlich durchgeführt hat und die Auswertung der bisher gewonnenen Daten die Wissenschaftler viele Jahre beschäftigen wird). Auch im Weltraum gibt es Menschen, die hinterher alles besser wissen. Natürlich ist sachliche Kritik notwendig und auch akzeptabel, dennoch finde ich es gut, wenn Wissenschaftler und Techniker bereit sind, neue Wege zu gehen und ungewöhnliche Lösungen zu finden und neue, vielleicht auch etwas verrückte, Ideen ausprobieren. Gerade, wenn viel davon abhängt. Dies müsste viel häufiger geschehen, und nicht nur im Weltraum, sondern auch auf der Erde. Hätte ich einen Hut, so würde ich ihn vor den Verantwortlichen für diese Mission ziehen.

Paprika mit Brennesselfüllung

Die Paprika inspiriert immer wieder zu neuen Ideen (siehe auch: 1, 2, 3). Und so habe ich die kürzlich begonnenen Brennessel-Experimente (siehe auch: 1, 2) mit einer Paprika fortgesetzt.

Man benötigt dazu Paprika, Brennesseln und Gouda. Die Zubereitung ist sehr einfach. Zunächst die Brennesseln waschen und für kurze Zeit in heißes Wasser geben, dann verlieren auch die Brennhäarchen ihre Wirkung.

Die Paprika so aufschneiden, das oben ein Deckel entsteht und die Körner und ähnliches rausnehmen und die ganze Paprika wascheun.

Den Gouda in kleine Stücke schneiden und dann abwechselnd Brennesseln und Gouda in der Paprika aufschichten, bis die Paprika voll ist. Danach den Deckel der Paprika wieder auflegen und das ganze für ca. 20 Minuten in den Backofen tun.

Wir haben uns dazu ein wenig Reis gekocht, es schmeckt aber sicher auch mit anderen Beilagen. Ich könnte mir auch vorstellen, das man den Gouda durch anderen Käse, z.B. Schafskäse, ersetzt. Das habe ich aber noch nicht probiert.

Das Foto zeigt eine mit Brennesseln und Käse gefüllte Paprika. Der Käse ist vom Backen verlaufen. Auf dem Teller ist auch noch Reis

Paprika mit Brennessel-Käse-Füllung

Die Sache mit der Lebensdauer

Heute mal einen Beitrag zu einem eher allgemeinen Thema in der Bastel-Szene.

Am letzten Wochenende lief der Blog-Eintrag Hundert Jahre? des Pastors Friedhelm Meiners durch meine Timeline. In dem Eintrag geht es um die spannende Frage, das ein Auto hundert Jahre hält. Schließlich entwickelt sich die Technik in hundert Jahren ja kräftig weiter, und wer möchte schon in einem Auto ohne Heizung, Sicherheitsgurt, Kopfstütze, ABS und was es sonst noch so gibt, täglich fahren?

Es ist schon eine interessante Frage, wie lange sollen die Dinge halten? Viele Bastler legen ja großen Wert darauf, das man die Dinge wieder reparieren kann, aber ist eine Reparatur immer Sinnvoll? Ich glaube nicht, das man die Frage pauschal beantworten kann. Und gerade deswegen glaube ich, das es notwendig ist, schon bei der Planung von Geräten, Maschinen und Anlagen darauf zu achten, das man diese später reparieren und auch verbessern/Aufrüsten kann. Auf diesem Weg hat man zumindest die Möglichkeit es zu tun und der Nutzer kann selbst entscheiden, ob er diesen Weg geht oder sich etwas neues kauft.

Es ist sicher nicht immer sinnvoll, an etwas altem festzuhalten. Die Entscheidung, etwas neues zu kaufen sollte aber dem Nutzer vorbehalten werden. Nicht dem Hersteller. Und dieser sollte auch nicht versuchen, durch Instandhaltungs-unfreundliches Design oder geplanten Verschleiß die Lebensdauer künstlich zu begrenzen.