Bratkartoffeln mit Brennesseln

Etwas kulinarisches für die Freunde der schnellen Küche: Bratkartoffeln mit Brennesseln.

Zutaten:

  • 5 Kartoffeln (gerne auch überiggebliebene von gestern)
  • ca. 250g Brennesseln
  • 1 Zwiebel

Die Zubereitung ist schnell und einfach:

  • Die Brennesseln von den Brennhaaren befreien, mache ich durch übergießen mit heißem Wasser und anschließendem gründlichem waschen.
  • Die Zwiebel schälen und kleinschneiden.
  • Die Kartoffeln schälen, Kleinschneiden und Kochen (oder Restkartoffeln kleinschneiden)
  • Jetzt zunächst die Kartoffeln und die Zwiebel in eine Pfanne geben und anbraten. Nach ein paar Minuten dann die Brennesseln hinzugeben und bis zur gewünschten Bräune alles braten.

Wir haben uns dazu Kräuterquark gemacht, das Brennziki würde sicher auch gut schmecken…

Das Bild zeigt eine Bratpfanne in der Kartoffeln, Zwiebeln und Brennesselblätter gebraten werden.Für mich ist das Rezept auch ein schönes Beispiel, wie schnell man ungewöhnliche Zutaten in sein Essen integrieren kann, und gerade die Brennessel ist da eine sehr spannende Pflanze, weil sie sowohl exotisch als auch leicht beschaffbar ist. Zumindest hier auf dem Land.

Tauschzelle

Pfingsten waren wir wieder ein wenig wandern, und dabei sind wir auch auf etwas gestossen, was „kopierwürdig“ ist, den Barnstorfer Büchertausch. Dieser befindet sich im Ortsteil Barnstorf der Gemeinde Uehrde (Es gibt noch andere Orte mit diesem Namen) und die Sache ist schnell erklärt: In einer alten Telefonzelle befinden sich Bücher, und man kann dort seine eigenen Bücher tauschen. Und es scheint zu funktionieren, und das obwohl die Telefonzelle frei Zugänglich ist. (Ja, sowas gibt es auch an anderen Orten, ich weiß 🙂 ).

Ich finde die Idee, auf diese Weise alte Bücher zu tauschen, sehr gut. Vielleicht könnte man das ja auch auf andere Dinge, die man abgeben/eintauschen möchte, ausweiten? Hat da vielleicht jemand schon was von gehört/gesehen?

Das Bild zeigt eine alte, gelbe Telefonzelle, die im inneren ein Regal mit Büchern hat. Auf der Zelle steht "Barnstorfer Büchertausch"

Büchertauschzelle in Barnstorf

 

Ein Haken für den Blumentopf

Nach dem Schmiedekurs im März letzten Jahres hatte ich nur wenige Gelegenheiten, auf glühendem Eisen herumzuhauen. Dieses Wochenende war aber mal wieder ein wenig Zeit und ein Grill da, so dass es eine Gelegenheit zum Schmieden gab. Die Idee war eine Konstruktion, an der man einen Blumentopf aufhängen kann, also eine Art Blumenampel. Sicher, meine Schmiede-Fähigkeiten sind noch Verbesserungswürdig, aber Übung macht ja den Meister. Vielen Dank an die liebste aller Ehefrauen für das Schweißen!

Das Bild zeigt eine aus Flachstahl gefertigte Konstruktion, die ganz grob Dreieckig ist und wo auf der rechten Seite ein Hacken zum Aufhängen von Blumentöpfen ist, die Verbindungen von dem Wand-Teil auf der rechten Siete um Hacken sind verdereht.

Open-Source Windrad

Das Foto zeigt vier Windkraftanlagen beim Sonnenaufgang

Symbolfoto: Windkraftanlagen

Vor ein paar Tagen (eigentlich schon vor ein paar Tagen mehr…) las ich im Spiegel einen Artikel über ein Open-Source-Windrad. Dabei sollen auch viele einfach zu bekommende Materialien (auch recycelte) zum Einsatz kommen. Eine Idee, die ich sehr faszinierend finde. Bei dem Artikel selbst vermisse ich ein wenig die Links, aber wofür gibt es Suchmaschinen:

Das Open-Source-Windrad kommt von der „Bande ökologischer Energierebellen“ aus Kassel: http://boee-kollektiv.org/. Dort gibt es auch eine Menge Infos rund um das Thema Windkraft.

Und da ich eh gerade am Suchen war bin ich auf diesen Beitrag bei Kleine Windkraftanlagen gestossen und auch bei Opensourceecology denkt man über eine Windraftanlage, hier aber in größeren Dimensionen mit einer Nennleistung von 50 kW. Viele dieser Ideen basieren auf der Arbeit von Hugh Piggott, der auch einen Blog dazu betreibt (auf englisch),

Ich wünsche diesen spannenden Projekten viel Erfolg!

Ideen für das Leben auf dem Land

Heute gibt es mal wieder eine Bleiwüste zu einem schwierigen Thema: Das Leben auf dem Land.

Als ich 4 Jahre alt war kamen wir, mehr durch Zufall als geplant, in das kleine Dorf Winnigstedt an der damaligen Grenze zur DDR. Das Dorf hatte damals eine ganz Nette Infrastruktur, eine Schule, eine Post, zwei Banken, zwei Lebensmittelläden, mehrere Handwerksbetriebe, ein Friseur, eine Apotheke, ein Arzt und mehrere Kneipen. Und auch die übliche Vereinsinfrastruktur mit Sport-, Schützen-, Kleingarten und anderen Vereinen war vorhanden. Was fehlte war ein Kindergarten, dieser wurde dann mit hohem Engagement von Eltern aufgebaut. Es war ein netter Ort mit einem netten Leben. Natürlich haben sich die Dinge irgendwann geändert, und auch die Grenzöffnung hat einiges verändert. Und irgendwann ging es los, das Geschäfte und Einrichtungen geschlossen wurden, das die Jungen weggezogen sind. Auch ich habe einig Zeit außerhalb von Winnigstedt gelebt (und bin auch froh darüber, mal woanders gewesen zu sein). Wenn ich heute durch mein Heimatdorf gehe, dann sehe ich leere Häuser, leere Geschäfte und verlassene Gebäude. Natürlich gibt es viele Dinge, die noch vorhanden sind, und manche Dinge sind sogar besser geworden. Andere Dinge sind eher bitter, wie der fehlende Arzt (und auch der Arzt in der Kleinstadt Schöppenstedt, zu dem ich danach gegangen bin, hat leider keinen Nachfolger für seine Praxis gefunden). Das Leben auf dem Land verändert sich, viele Menschen ziehen in die Städte, viele Menschen werden Älter. Wie kann man das Leben auf dem Land so gestalten, das es „funktioniert“? Das die Menschen weiterhin eine funktionierende und ausreichende Infrastruktur haben, dass sie gerne auf dem Land leben? Auch die Menschen, die kein Auto haben, auch die Menschen, die eine intensivere medizinische Versorgung brauchen, auch die Menschen, die alt sind oder kleine Kinder haben?

Es sind schwierige Fragen, und ich habe auch kein Patentrezept. Gerne wird nach dem Engagement der Bürger, nach Ehrenämtern und ähnlichem geschrieben. Aber auch dieses hat Grenzen und man darf bei all den wunderbaren Dingen, die in Deutschland ehrenamtlich gemacht werden nicht vergessen, das ein Ehrenamt meist etwas ist, was man zusätzlich zu seinem Beruf und seiner Familie macht. Da hat die zur Verfügung stehende Zeit schon Grenzen. Von daher denke ich, das vieles ehrenamtlich möglich ist (und auch heute schon gemacht wird), es aber doch Grenzen gibt. Außerdem glaube ich nicht, das es richtig ist, wenn sich der Staat immer weiter zurückzieht. Gerade den Stillegungs- und Spar-Wahn im Bereich der Infrastruktur, z.B. im Nahverkehr, finde ich ziemlich daneben. Damit kann man zwar kurzfristig vielleicht ein paar Geldprobleme lösen, langfristig schafft man aber nur noch größere Probleme, da noch mehr Menschen den ländlichen Raum verlassen.

Ein sicherlich richtiger Schritt, der in eine ganz andere Richtung ging, war hier im LK Wolfenbüttel: Breitbanderschliessung (Dazu ein interessanter Artikel bei heise.de). Auch wenn ich selbst aufgrund von Kündigungsfristen wohl noch bis Juni mit DSL-Light auskommen muß, ich finde es gut, das man hier einen Weg gefunden hat, auch auf dem Land, in der Pampa, eine vernünftige Breitbandanbindung zu ermöglichen. Das hilft sicher auch den verbliebenen Firmen weiter, denn in vielen Bereich ist die Kommunikation per Internet heute so selbstverständlich das man ohne Probleme bekommt.

Man sieht, es gibt durchaus auch Dinge, die funktionieren und auch sicher viele Wege, wie man mit wenig Aufwand etwas verändern kann. Ähnlich wie bei den Brennesseln möchte ich hierzu in paar Ideen sammeln und hier auch hin und wieder was schreiben. Schauen wir mal, was dabei rauskommt….