Softwareempfehlung: Jitis (Freie Chat, Video- und Audiokonferenzsoftware)

Der Screenshot zeigt Jitsi bei einem Konferenzanruf mit 5 Teilnehmern

Screenshot: Emil Ivov, Lizenz: CC-0
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Confcall.png

Kommunikation ist ein menschliches Grundbedürfnis. Und zur Befriedigung dieses Bedürfnisses kann Mensch einen haufen Geld ausgeben. Oder auch nicht. Durch Zufall bin ich vor einigen Wochen über Jitsi, einer freien Chat-, Audio- und Videokonferenzsoftware gestoßen (Wikipedia zu Jitsi). Jitsi ist eine Java-Software (mit allen Vor- und Nachteilen von Java) und für alle Systemen, auf denen Java existiert, verfügbar (probiert habe ich es aber nur unter Windows und Linux). Besonders spannend finde ich, das zum einen XMPP/Jabber als Basis für die Konferenzen verwendet wird und dass standardmässig die gesamte Kommunikation mit OTR oder ZRTP verschlüsselt wird.

Auch wenn ich (noch) nicht alle Funktionen von Jitsi ausprobiert habe, das Programm ist aus meiner Sicht eine gute Alternative zu anderen Lösungen. Probleme gab es bisher nur, wenn nicht beide Kommunikationspartner Jitsi verwendet haben). Text ging immer, Video und Audio aber leider nicht.

Es gibt von Jitsi auch eine portable Version für Windows, diese startet aber von einem USB-Stick sehr langsam, die dauerhafte Installation ist hier sicher die bessere Alternative.

Link zur Projekthomepage: https://jitsi.org/

Brennesselbeet – Die Umsetzung

Im letzten Jahr habe ich über die Idee für ein Brennesselbeet geblogt. In diesem Jahr wurde der kleine Garten dann wirklich um ein paar Brennesseln erweitert, aber nicht so, wie ursprünglich geplant. Aus verschiedenen Gründen habe ich mich doch für eine wesentlich pragmatischere Lösung entschieden und einfach zwei Beton-Pflanzringe besorgt, mit Erde vom Komposthaufen befüllt und dann die Brennesselsammen hineingestreut. Es hat funktioniert, allerdings ist die Saat erst im dritten Anlauf aufgegangen, die ersten beiden male haben mir Vögel sämtliche Brennesselsammen weggefuttert… Die Wissen halt auch, was gut ist 🙂

Ein paar mal konnte ich auch schon was ernten. Gerade, wenn man nur einige Blätter braucht ist es schon sehr angenehm, die Nesseln im eigenen Garten zu haben. Auch wenn sicher nicht jeder versteht, warum ich ausgerechnet Unkraut anbaue.

Das Bild zeigt zwei graue Pflanzringe auf einer Wiese. In den Ringen wachsen Brennesseln

Philae lebt!

Im November 2014 gab es hier im Ideenblog einen Beitrag über die Raumsonde Rosetta. Ich fand es hier gut, das man trotz der großen damit verbundenen Probleme bei der Energieversorgung neue Wege geganten ist und auch Jenseits der Mars-Umlaufbahn auf Solarzellen gesetzt hat. Heute kam dann die Meldung, das der Lander Philae, welcher so ungünstig aufgekommen ist, das seine Solarzellen nicht genügend Energie für einen dauerhaften Betrieb liefern konnten, wieder erreicht werden konnte und in Betrieb ist. Der Hintergrund hierfür ist, das der Komet (und damit auch die Sonden) jetzt näher an der Sonde sind und daher auch die Solarzellen mehr Energie liefern.  Ich hoffe für die beteiligten Wissenschaftler, das es gelingt, noch weitere Daten von Philae zu bekommen.

Trotz dieser Probleme glaube ich auch weiterhin, das es richtig war, hier bei dieser Sonde etwas neues zu Probieren und auf Solarzellen zu setzen. Es ist ein beeindruckender Beweis dafür, das viele Probleme lösbar sind, wenn man nur intensiv genug nach einer Lösung sucht und bereit ist, ungewöhnliche Wege zu beschreiten. Ich hoffe, das die ESA sich das auch in Zukunft trauen wird.

E-Mail-Verschlüsselung bei Facebook

Ja, das hier ausgerechnet eine gute Idee von Facebook steht hatte ich im echt nicht erwartet, aber man sollte Ideen ja nicht nach dem Beurteilen, der sie hatte. Wie in einem Artikel bei Spiegel-Online (Weitere Quellen: 1, 2) zu lesen war bietet Facebook, zunächst wohl noch als experimentelle Funktion (daher evtl. auch nicht für alle Nutzer) die Möglichkeit an, den E-Mail-Verkehr per PGP zu verschlüsseln, in den Einstellungen kann man dazu einen entsprechenden öffentlichen Schlüssel hinterlegen.

Ich habe dies mal ausprobiert, und es hat problemlos geklappt. Bevor Facebook verschlüsselt kriegt man auch eine (leider englische) Mail, in der man bestätigen muß, das man verschlüsseln möchte und wo man auch darauf hingewiesen wird, dass bei einer Accountsperre und gleichzeitgem Schlüsselverlust die Entsperrung ein Problem ist. Bisher sind bei mir noch keine Probleme aufgetreten und ich finde diese Lösung eine gute Idee, die sich im Netz noch weiter durchsetzen sollte.

Allerdings, wie die Netzpiloten korrekt anmerkten, zum sicheren Hafen für persönliche Daten und Kommunikation wird Facebook damit natürlich noch nicht, Facebook selbst hat weiterhin Zugriff auf alle Inhalte, nur auf dem Weg von Facebook zum Nutzer sind die Mails verschlüsselt.

(Übrigens, falls jemand von Euch mir eine verschlüsselte Mail schicken möchte, der Public-Key-Block ist hier).

Pfingstwanderung 2015 – Eine Enttäuschung?

Nach der tollen Pfingstwanderung 2014 haben sich meine Frau und ich entschlossen, auch in diesem Jahr wieder eine Pfingstwanderung zu machen. Hierzu gab es schon im März einen Beitrag hier im Ideenblog. Am Pfingstwochenende haben wir diese Idee dann umgesetzt, zu Fuß ging es am Samstag von Winnigstedt nach Eitzum und am Sonntag dann weiter nach Semmenstedt.

Die Erlebnisse waren dieses mal aber leider durchwachsen. Auf der positiven Seite stehen zwei sehr schöne Wandertage, schöne Eindrücke und auch ein paar nette Begegnungen. Spannend fand ich auch die Büchertauschzelle in Barnstorf.

Leider gab es aber auch eine Sache, die richtige schlecht gelaufen war, die Buchung der Unterkunft in Semmenstedt hat leider trotz E-Mail-Verkehrs im Vorfeld nicht geklappt. Natürlich ist es jetzt nur schwer nachprüfbar, wo es schiefgelaufen ist, aber wir standen am Abend des Pfingstsonntags ohne Unterkunft in Semmenstedt und haben uns daher entschlossen, die Wanderung zu beenden und nach Winnigstedt zurück zu kehren. Dumm gelaufen.

Zusammenfassend denke ich heute, das  ich die Tour  so nicht noch einmal machen würde (daher gibt es hier auch keinen GPS-Track). Man muß sich bei solchen Touren hier in der Region aber auch ganz klar darauf einstellen, das die Touri-Infrastruktur nur rudimentär ausgebaut ist und einige Herbergen sich sehr stark auf Monteure spezialisiert haben und nicht auf Touris. Das war im letzten Jahr deutlich besser, da hat man schon gemerkt, das rund um den Fallstein und in Hornburg mehr Tourismus ist.

Eine Briefträgerin hat uns unterwegs gefragt, warum wir ausgerechnet hier und nicht in einem klassischen Wanderrevier unterwegs seien, das wäre doch viel schönen. Nun, auch wenn Schönheit im Auge des Betrachters liegt, ich finde, auch die Region hier ist schön und wir hatten so die Gelegenheit, einige neue Blicke auf die Heimat zu bekommen. Es hat sich gelohnt, trotz der Probleme. Nachfolgend gibt es noch eine kleine Galerie mit ein paar Bilderchen. Und natürlich hat es bei der Wanderung auch ein wenig Futter für den Fotoblog gegeben, das wird so nach und nach reinkommen.

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